Hier ein Bericht aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 18.10.2001 zum Fußball-Bezirkspokalspiel der 1. Mannschaft gegen Germania Breitenberg am 17.10.2001:
Flutlicht fällt aus, Gräbel fliegt
Skandalträchtig waren die Begleitumstände des Fußball-Bezirkspokalspiels
zwischen TSV Eintracht Wulften und Germania Breitenberg: Eine Viertelstunde
lang. fiel das halbe Flutlicht aus, zwei Gästespieler wurden des Feldes
verwiesen. Vor allem mit der roten Karte für Torjäger Oliver Gräberl hat der
mit 3:1 (1:0) erfolgreiche Landesligist aus den Einzug in die fünfte Runde
teuer bezahlt.
Breitenberg (mbo). Bis zur 49. Minute
verlief die Partie auf dem Wulftener Hartplatz gestern Abend normal. Dann
versagten auf einmal drei der sechs Flutlichtmasten und 60 Sekunden nach dem
Blackout erzielte der ersatzgeschwächte Bezirksklassist den 1:1-Ausgleich.
Danach wurde es hektisch. Schiedsrichter Karl-Heinz Thiele (Bishausen) ließ
nach Befragung beider Mannschaftsführer weiterspielen, traf im Halbdunkel
jedoch einige umstrittene Entscheidungen, die die Gemüter erhitzten. Zuerst
verweigerte er einem Treffer von Volker Otto die Anerkennung (54.), dann stellte
er nach einem Gewühl vor dem Wulftener Tor Gräbel wegen vermeintlichen
Durchtretens gegen den am Boden liegenden Keeper Kai Hermann vom Platz (64.).
Die Tätlichkeit, mit der sich Gräbels Bewacher revanchierte, bleib dagegen
ungeahndet. Darüber regte sich Germanias Trainer Michael Schwarze auf,
woraufhin ihn der Refrée von der Seitenlinie verbannte. Und beinahe wäre es
auch noch zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen einem Platzordner und
einem Breitenberger Fan gekommen.
Als das Flutlicht wieder anging (65.), erzwang der Favorit gegen die
kräftemäßig etwas nachlassenden Gastgeber doch noch die Entscheidung.
Christian Heublein musste sich die Treffer aber von draußen ansehen; er hatte
sich für seinen Protest gegen eine unglückliche Schiedsrichterentscheidung die
gelb-rote Karte eingehandelt (87.).
Bis zuletzt tat sich das Eichsfeldteam gegen die defensiv eingestellten
Platzherren schwer. Die Eintracht-Abwehr um Ausputzer Olaf Waßmann ließ in der
ersten Hälfte nur wenige klare Chancen zu. In der zweiten Halbzeit agierten die
Breitenberger im Abschluss energischer, scheiterten aber lange an Hermann, der
auch einen gefühlvollen Freistoß von Weidemann Weiß per Flugparade über die
Latte lenkte (53.).
Germania: Ifland - Heimbüchel - J. Heublein, Schröter - Dietrich, Meyna, Chr. Heublein, Weiß, Tadjerpiseh - Gräbel, Otto.
Tore: 0:1 J. Heublein (22.) per Flachschuss aus 20 Metern, 1:1 Wode (50.) trifft aus halblinker Position halbhoch ins Netz, 1:2 Meyna (88.) schiebt Steilpass von Weiß am Keeper vorbei, 1:3 J. Heublein (92.) köpft Meyna-Ecke ein.