Mitgliederversammlung 2020

Wahlen brachten Änderungen beim TSV Wulften

Während der Jahreshauptversammlung des TSV „Eintracht“ Wulften sprach die erste Vorsitzende, Carmen Frisch, allen ein großes Dankeschön aus, die sie im zurückliegenden Jahr unterstützt und in ihrem Amt bestätigt haben. Ein weiteres Dankeschön ging an all jene, die bis zu den Wahlen ihre Arbeit im Vorstand sehr ernst genommen hatten und jenen, die sich für das neue Ehrenamt haben wählen lassen. Die Ehrung von einigen Mitgliedern seitens des Vereins und des Kreissportbundes Göttingen-Osterode für deren jahrzehntelange Treue war ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung.

Zuvor legte aber Carmen Frisch ihren Jahresbericht vor, den sie mit einem großen Dankeschön an ihre Vorstandskollegen, den Spartenleitern und dem Förderverein für deren besonderen Einsatz und die geleistete Zusammenarbeit zum Wohl des TSV begann.

Dann kam sie auf den Begriff Zeit zu sprechen. Zeit, die niemand missen möchte. Sie mahnte an, dass man sich insbesondere Zeit für gemeinsame Stunden, Erfolge, Freunde, sportliche Aktivität, Freude, Miteinander und Neues im TSV Eintracht Wulften nehmen sollte.

Denn auch im Sport habe eben die Zeit eine große Bedeutung, denn sie habe auch etwas mit der Zukunft zu tun. Wenn sie so weit nach vorne schaut, dann stelle sie sich die Frage, ob die Mitglieder überhaupt noch Zeit finden werden, in die Sporthalle zu kommen. „Stellen die Übungsleiter künftig Videos ins Netz, damit die Übungen zuhause geturnt werden können? Tragen wir Virtual-Reality Brillen, hat jeder sein digitales Gerätetraining?“

Sportvereine seien über Jahre hinweg zentraler Bestandteil des Lebens eines Jeden gewesen. Heute stünden diese allerdings an einem Scheideweg, das gelte auch für den TSV Wulften. Bundesweit hätten in den letzten zehn Jahren Überalterung, Mitgliederschwund und fehlendes Ehrenamt 16.000 Vereine zur Auflösung gezwungen. Auch in dieser Region blieben wichtige Ehrenämter unbesetzt und Sportvereine lösten sich auf.

So seien es manchmal nur eine Stunde oder vielleicht ein Nachmittag im Sommer, der für die gemeinsame Zeit im TSV für Gemeinschaft und den Erhalt von bestehenden Angeboten wichtig ist. „Diese TSV-Zeit prägt uns“, so die Vorsitzende. Doch sie gab auch zu bedenken, dass Zeit nicht endlos ist. Daher appellierte sei an alle, die Zukunft des TSV mitzugestalten und zu sichern. Wenn die Mitglieder bereit seien, kleine Aufgaben zu übernehmen, ihre Mithilfe auch mal anbieten, wäre es ncht ein so großer Zeitaufwand für einzelne im Verein.

Der Verein müsse zu den Menschen gehen, nicht darauf warten, dass sie kommen. Er müsse auch die technische Entwicklung mitgehen. Dabei dürfe er nicht vergessen, sich vielmehr um Gesundheits- und Breitensport kümmern. Denn jungen Menschen sei das zwar egal, weil sie ihre eigenen Sportarten erfinden. „Und genau die muss der Verein im Angebot haben, dann kommen sie zu ihm“. Schließlich bestünde die Sehnsucht nach Gemeinschaft weiter, auch wenn sie anders ausgelebt werde.

Im Prinzip hätten die Aktivitäten in 2019 gezeigt, dass der Verein, der sein 100jähriges Bestehen der Fußballsparte feiern konnte, immer noch auf dem richtigen Weg ist.

Helga Maaß, erste Vorsitzende des Turnkreises Osterode, dankte dem TSV Wulften dafür, dass er den Turnkreis bei seinen Veranstaltungen nie habe im Regen stehen lassen. Und sie wies auf die traurige Tatsache hin, dass der Turnkreis in diesem Jahr keine Lehrgänge durchführen wird, weil das Interesse schon 2019 sehr gering gewesen ist.

Petra Graunke, Geschäftsführerin des Kreissportbundes Göttingen/Osterode brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass die Mitgliederzahl des TSV Wulften gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen hat.

Sie sei sich sicher, dass Carmen Frisch und ihr Team das als positives Zeichen mit in das Jahr 2020 nehmen und es als Ansporn in die Aktivitäten sehen könnten. „Der Weg scheint nicht falsch zu sein“.

Abschließend versicherte sie, dass sie sich freue, zusammen mit dem Sportabzeichenbeauftragten, Günter Thiele, langjährige Vereinsmitglieder für deren Treue zum Verein zu ehren.

Zuvor tat dies aber Carmen Frisch bei einigen Mitgliedern, die sich besonderes engagiert hatten. Richard Kaliner, der seine langjährige Tätigkeit als zweiter Vorsitzender des Fördervereins des TSV „Eintracht“ Wulften beendet hatte, war schon früher im Vorstand tätig und wird dem Altherren-Fußball auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Sven Schnurbusch wurde stellvertretend dafür genannt, dass es das neue Angebot „Dart“ im TSV gibt, und er wurde auch der erste Dart- Vereinsmeister.

Eine außergewöhnliche Ehrung galt Rolf Haarmann, der seit 30 Jahren das Amt des Schatzmeisters innehat. „Wenn man so lange die Schatzkiste des Vereins hütet, dann sind 30 Jahre etwas ganz Herausragendes“.

Bei den anstehenden Wahlen waren auch ausnahmslos Worte des Dankes seitens der TSV-Vorsitzenden zu vernehmen. Während Carmen Frisch, Rolf Haarmann und Oberturnwartin Wiebke Masselot in ihren Ämtern bestätigt wurden, erfolgten in allen anderen Neuwahlen. pb

BILDTEXT

Der Vorstand des TSV „Eintracht“ Wulften zusammen mit den geehrten Mitgliedern. Foto: Petra Bordfeld

 

EHRUNGEN

Für 25jährige Mitgliedschaft: Robin Frisch, Fabian Froböse, Fred Schirmer und Hannelore Schibilski

Für 50jährige Mitgliedschaft: Olaf Bierbaum, Günter Rusteberg und Elfriede Jork

Für 60 Jahre Mitgliedschaft: Heinz Bode, Werner Lakemann, Gert Fuchs, Wolfgang May und Gustav Geile

 

WAHLEN

Zweiter Vorsitzender: Torben Topel

Schriftführer: Timo Heinrich

Tischtennis-Fachwart: Dominik Rewers

Frauenwartin: Ursel Eckardt

Fußballfachwart: Dario Schleicher

Platzkassierer: Klaus Wittke

Jugendwartin-Turnen: Lea Zimmermann

 

Ehrenrat: Bernd Strüver (aufgerückt) und Elvira Schaper als Stellvertreterin

Kassenprüfer: Wolfgang May und Astrid Thiele